Ist eine Gepäckversicherung sinnvoll?

Bevor es in den Urlaub geht, muss erst einmal einiges organisiert und geplant werden. Bei der Vorbereitung stößt man auch auf eine Reihe von Versicherungen, mit denen die schönste Zeit des Jahres noch sicherer werden soll. Doch nicht jede Versicherung wird wirklich benötigt. Auf eine Reisegepäckversicherung zum Beispiel können viele Reisende verzichten.

Der Sinn dieser Versicherung besteht darin, dass Gepäck gegen einen Verlust abzusichern. Geht unterwegs ein Koffer verloren, so die Idee, dann gibt es von der Versicherungsgesellschaft einen finanziellen Ausgleich. Doch das ist lediglich die Theorie, die Praxis sieht häufig anders aus. Schon so mancher Urlauber, der eine Reisegepäckversicherung abgeschlossen hatte und dann einen Anspruch geltend machen wollte, lief mit seinen Bemühungen um einen finanziellen Ausgleich ins Leere. Immer wieder hört man, dass sich die Versicherungen mit dem Verweis auf angebliche Fahrlässigkeit des Reisenden vor einer Zahlung drücken. Schon eine Sekunde, in der man seinen Koffer aus den Augen lässt, kann ausreichen, um den Versicherungsschutz nach den mitunter wenig kundenfreundlich gestalteten Versicherungsbedingungen zu verlieren.

Hinzu kommt, dass das Gepäck in vielen Fällen gar nicht separat abgesichert werden muss. Grundsätzlich haften bei einem Verlust während des Flugs bzw. auf dem Flughafen die Fluggesellschaften. Und ansonsten greift in der Regel die Hausratversicherung, wenn mit ihr eine so genannte Außendeckung vereinbart wurde. Dann sind Wertgegenstände innerhalb gewisser Grenzen auch im Urlaub versichert, wenn sie zum Beispiel im Ferienhaus oder im Hotelzimmer aufbewahrt werden.

Im Gegensatz zu einer Reiserücktrittsversicherung, die von Experten dringend empfohlen wird, kann man auf eine Gepäckversicherung also getrost verzichten. Sie nutzt allein der Versicherungsgesellschaft, und deshalb kann das gesparte Geld besser anderweitig genutzt werden – zum Beispiel für ein leckeres Essen in einem guten Restaurant am Urlaubsort.