Mit dem Baby im Flugzeug
Auch wenn die Kinder noch klein sind, bedeutet das nicht, dass jedes Urlaubsziel mit dem Auto angesteuert werden muss. Wenn ein paar Voraussetzungen erfüllt sind, können junge Eltern mit ihrem Nachwuchs stattdessen ohne Probleme auch mit dem Flugzeug verreisen. Es sollte allerdings schon ein richtiger Urlaub sein, der mindestens eine oder zwei Wochen dauert. So haben Babys ausreichend Gelegenheit, sich von den Anstrengungen des Hinflugs zu erholen. Denn natürlich bedeutet die ungewohnte Situation mit fremden Geräuschen, mit den Bewegungen der Kabine und den vielen unbekannten Menschen einen gewissen Stress für Kleinkinder.
Bei der Planung ihrer Reise sollten Eltern bedenken, dass eine Flugreise mit Baby unter Umständen nicht nur für das Kind stressig werden kann, sondern auch für die Mitreisenden. Allzu viel Verständnis dürfen Eltern von den übrigen Passagieren nicht erwarten, wenn das Baby vom Start bis zur Landung fast ununterbrochen schreit. Bei eher ruhigen und ausgeglichenen Kindern ist das Risiko begrenzt. Eltern von sehr empfindlichen Babys, die schnell und dann ausgiebig schreien, sollten sich aber genau überlegen, ob ein Flug zum jetzigen Zeitpunkt das Richtige ist oder ob es nicht sinnvoller wäre, zu warten, bis das Kind ein wenig älter geworden ist.
Wer zu dem Schluss kommt, dass sein Baby für eine Reise im Flugzeug geeignet ist, der sollte bei der Wahl des Urlaubsziels auf einen nicht zu langen Flug achten und dafür Sorge tragen, dass am Ferienort nicht vollständig andere klimatische Bedingungen herrschen. Das könnte den Kreislauf des Babys unnötig belasten. Damit schon der Flug entspannt verläuft, sollte man frühzeitig mit der Airline Kontakt aufnehmen und wichtige Details klären. So besteht entweder die Möglichkeit, für das Baby einen eigenen Platz zu buchen, auf dem ein spezieller Kindersitz oder eine Liege befestigt wird. Oder, und das ist die kostengünstigere Variante, man entscheidet sich dafür, das Kind während des Fluges auf dem Schoß zu halten. Dann ist kein eigener Sitzplatz für den Nachwuchs erforderlich. Eine weitere Alternative stellt die Buchung eines Familienplatzes dar. Dieser befindet sich zumeist in der ersten Reihe, weil hier die Beinfreiheit hinter der Trennwand nach vorne besonders groß ist. In diesem Bereich lässt sich ein Kinderbettchen unterbringen, das viele Airlines auf Wunsch zur Verfügung stellen. So bringt der Nachwuchs im Idealfall einen Teil des Fluges im Schlaf hinter sich.